Zigarrenreise nach Jekaterinburg

Sonntag, 12. August 2012

Auf Einladung des Zigarrenclubs "Ural" hielten wir am Sonntag Abend zum Abschluss einen Diskussionsvortrag zum Thema Prä- und Postrevolutionäre Havannas. Wir stiessen auf sehr grosses Interesse, wie überhaupt die Aficionados hier nach mehr Information und auch nach besserer Belieferung lechzen. So gibt es z. B. hier keine Regionales. Wir haben deshalb vorgeschlagen, eine gemeinsame Clubzigarre zu entwickeln unter dem Thema "west-östlicher Diwan". Details sollen beim Besuch der beiden russischen Clubs beim CdF in Berlin voraussichlich im November geklärt werden.

Mit Präsident Dimitri
 

Zigarrenreise nach Jekaterinburg

Samstag, 11. und Sonntag, 12. August 2012

Die zwei Tage standen uns für Besichtigungen zur Verfügung. Victor Tarnovsky hat sich rührend um uns gekümmert und die schönsten Ansichten von Jekaterinburg hervorgezaubert - dies alles übrigens bei bis zu 40° Celsius im Schatten.

Im  Kunsmuseum eine Überraschung:
Der ganze gusseiserne Pavillon, der einst Russland bei der Weltausstellung in Paris 1900 repräsentierte.

 

Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, so wie weiland die Zaren es taten: An der Grenze zwischen Europa und Asien jeweils auf der einen wie auf der andern Seite ein Gläschen zu trinken.
Zwei Kontinente unter den Füssen….

Eingeladen von Victor aufs Land in sein Sommerhäuschen mit wunderbarem (alt)russischem Flair.
 
 
 

Zigarrenreise nach Jekaterinburg

10. August 2012

Um 10.00 Uhr Besprechung mit den Präsidenten der beiden Clubs "Moskau", Andrei Loskutov, und "Ural", Dimitri. Es geht darum, dass Russland ein totales Rauchverbot ab 2015 droht (die WHO steckt dahinter). Wir sollen bei einer Pressekonferenz und einer Radioreportage unsere Argumente gegen dieses Verbot vorbringen.

Vor der Pressekonferenz bei Interfax in Jekaterinburg
Bei der Vorbesprechung mit Andrei, dem betreuenden Journalisten und Dimitri ( v. links)
Nach der Pressekonferenz mit ca. 20 Journalisten wurde der erste vom Zigarrenclub "Ural" initiierte Strassenaschenbecher eingeweiht.

Mit Andrei Loskutov
Der neue Strassenaschenbecher

Bei der Einweihung
Reges Journalisteninteresse hier einmal andersrum
Beim Radiosender "Komsomolskaia Prawda" unter Moderation von Ivan Fieofanov konnten eine Stunde lang Zuhörer/innen anrufen und Fragen zum geplanten Antirauchergesetz stellen. Im Senderaum waren Andrei, Dimitri, mein Dolmetscher und ich. Es war für mich höllisch schwierig, per Simultanübersetzung den Fragen zu folgen und überfallartig Stellung zu nehmen zu Fragen nach der Situation in Berlin. Mir scheint, dass die Schwierigkeiten für die russischen Zigarrenraucher ähnlich sein werden wir für uns vor rund fünf Jahren. Es meldeten sich fast nur Antiraucher und die Ideologisierung ist bereits ähnlich weit fortgeschritten wie bei uns. Und die Raucher sind hier in Russland genau so träge wie bei uns, wenn es darum geht, die Raucher/innen nicht als Menschen zweiter Klasse hinstellen zu lassen. Immerhin war einhellig das Urteil, dass die Radiosendung erstmals auf breiter Ebene für das Thema sensibilisierte. Andrei zog eine positive Bilanz.

Im Senderaum von Radio "Komsomolskaia Prawda" 
Am Abend folgte die Eröffnung der von Victor gegründeten Zigarrenlounge "Don Alejandro", der ersten in Jekaterinburg. Rund fünfzig russische Aficionados kamen zu diesem Event.





Unser Geschenk an Victor zur Eröffnung:
Der Bolivar 5ta. Avenida JAR, der beim russischen Publikum grosses Entzücken hervorrief.

 
Die Zigarre des Abends wurde von einem Moskauer Zigarrenproduzenten, Artur Schiliew, kredenzt.

Schiliew 2. v. links
Die Abendzigarre war eine Puro aus Nicaragua (hergestellt in Moskau) und kam in einer reizvollen Duo-Packung, die beiden Kontinente, auf denen Jekaterinburg steht, symbolisieren: Europa und Asien. Die Asien repräsentierende Zigarre war dunkler im Deckblatt und nach unserem Geschmack deutlich interessanter als die für Europa antretende Schönheit. Die Zigarrenringe (Herr Heimsath: Achtung!) wurden extra für den Abend gedruckt: "Jekaterinburg 1723", wobei die Jahreszahl das Gründungsdatum der Stadt ist, die übrigens zu Sowjetzeiten Swerdlowsk hiess. Das die beiden Zigarren vereinende Sigel ist mit "Zigarrenclub Ural" 2009 beschriftet (der Club wurde 2009 gegründet).
 
Artur, dem wir die Abendzigarre verdanken.
Die Abendzigarre
Ein gelungener Abend, der sich tief in die Nacht erstreckte.

Zigarrenreise nach Jekaterinburg

Ankunft um Mitternacht in Moskau, wo wir von einem Privatchauffeur empfangen, den uns unser Clubmitglied Frank Duhse organisiert hatte.  Schnurstracks ins Hotel.

Mittwoch, 8. August

Wir haben Zeit für einen kleinen Bummel samt Mittagessen auf dem Roten Platz in Moskau, woselbst wir jetzt wieder rauchen dürfen.

Im Café Bosco am Roten Platz.
 Unser Cdf-Mitglied Victor Tarnovsky holt uns zur Weiterfahrt nach Jekaterinburg ab.

Zigarrenreise nach Jekaterinburg

Wir (M. Herzog und K. Czarny) fahren mit der Eisenbahn hinter den Ural nach Jekaterinburg, wo wir auf Einladung der Zigarrenclubs "Moskau" und "Ural" an einigen Zigarrenverstaltungen teilnehmen.

Montag, 6. August bis 7. August 2012

Um halb zehn verlässt unser Paris-Berlin-Moskau-Express den Berliner Hauptbahnhof. Zu unserem Entzücken ist ein polnischer Speisewagen zugestellt, der uns mit Pierogi und anderen polnischen Köstlichkeiten versorgt, dies natürlich nach dem obligaten Begrüssungsvodka. Sehr angenehme Fahrt im Wagenabteil mit eigener Dusche und einer eigenen Bar im Wagen.

"Im Speisewagen"
Leider schlägt ein Thema, das wir in Jekaterinburg aufnehmen sollten schon hier zu Buche: Die Antirauchergesetze. Bis Jekaterinburg sollten wir im Zug nicht rauchen dürfen!

Unterwegs im Paris-Moskau-Express
Wir sind in Orscha in Weissrussland.


XIV Festival Habano, Februar 2012 - 4.03.12

4.03.2012

Die meisten Festival-Besucher sind schon in Abreisestimmung. Dazu passt, dass heute eine enorme frente frio mit orkanartigem Sturm gekommen ist, die Temperaturen sanken um 10 Grad. Das macht nichts, das Wetter hat es diese Woche gut mit uns gemeint. Jetzt ist Zeit für viele Besuche. Heute abend Eduardo Gonzales und seine Frau Maira, die übrigens Zwillinge erwartet. Auch Roberto Infante, der ehemalige Handelsrat der Kubanischen Botschaft in Berlin und seine Frau Maria Luisa warten auf einen Besuch. Unser Zigarrenfreund Steltzer aus Wien ist einen ganzen Monat hier und wir überlegen, demnächst den Osten der Insel gemeinsam zu erkunden.

XIV Festival Habano, Februar 2012 - 2.03.12 (GALA)

2.03.2012 am Abend - GALA

Die für viele langersehnte Gala hielt, was sie versprach. Zwar ist sie m. E. etwas zu sehr in die Länge geraten. Preisverleihung und Auktion fanden erst gegen Mitternacht statt und den Gutenachtgruss gab es erst um halb zwei. Auch mit dem Essen ist das so eine Sache. Vieles wäre noch geniessbar, wenn es nicht eiskalt auf den Tisch käme. Aber was will man schon, wenn rund 1200 Gäste bewirtet werden müssen. Und schliesslich liegt der Schwerpunkt der Gala auf dem (zigarren)gesellschaftlichen drum und dran. Was sehr positiv auffällt, ist die zunehmende Professionalität des Service, der sogar an unserem Tisch sich zur Rücknahme einer Flasche Rotweins bewegen liess, die nach übereinstimmender Meinung unserer Tischgesellschaft den enormsten Korken aller Zeiten hatte. Hier zwei Videos vom musikalischen Begleitprogramm:




Unseren Tisch - A18 - hatte Toni deDios liebevoll zusammengesetzt. Ausser mir sassen hier Genc, Casa Düsseldorf, Schäuble, Casa Stuttgart, Wolters, Casa Hamburg, Skoblo und Kagan aus Berlin sowie Sabine Pfleghaar von 5th Avenue und Toni selbst. Wir hätten also gut und gerne eine Art von Casa-Gewerkschaft für Deutschland an diesem Abend gründen können.

Zigarrenmässig stand die Gala ganz im Zeichen von Romeo y Julieta. Die Zigarrenkarte sah so aus:

  • Exhibicion No.4 (Für Kenner: ein must)
  • Die neue Petit Churchill
  • Wide Churchill
  • 2 der neuen Romeo y Julieta Churchills Reserva Cosecha 2008 

Romeo y Julieta Churchills Reserva Cosecha 2008
Reizende Präsentation
Preise des neuen Habanos-Jahrgangs 2011 gingen an:

  • Produktion: Armando Rodriguez Chill, Cuba
  • Kommunikation: José Castelar Cueto, Cuba
  • Handel: Jemma Freeman, Grossbritannien

Jemma Freeman
die drei Preisträger
Als James Belushi mit den Präsidenten von Habanos die Preise übergeben hatte, griff er noch einmal zur Mundharmonika. Hier das Video:



Schlusskommentar von Belushi: "I love Cuba". Yes, we really do!!

Die Auktion ergab einmal mehr ein sensationelles Ergebnis. Von Anfang an war von Krise nichts zu spüren und die Vermögenden gaben das Geld mit vollen Händen aus. Die Humidore waren mit z. T. äusserst raren Zigarren aus der Geschichte der jeweiligen Marken gefüllt.

Auktion mit Simon Chase
Lot 1: Ein schöner Upmann Humidor (350 Zigarren) in Form eines Arzneischranks (!) samt einem Upmann Porzellan-Service mit Jars und Aschenbecher ergab € 60.000,- und ging nach Indien.


Lot 2: Der Monterrey-Humidor wurde zusammen mit einem Meissen Pferd ausgelobt und erhielt € 40.000,- Ersteigert durch die Preisträgerin Freeman.


Lot 3: Ein wunderschöner Romeo y Julieta Humidor mit Intarsien und zwei Skulpturen der beiden Liebenden ging zusammen mit einem Romeo y Julieta-Porzellanservice von Sargadelos in Spanien für € 130.000,- weg


Lot 4:Ein sehr präsentabler Partagas-Humidor zusammen mit einem Partagas-Schachspiel erreichte € 60.000,-


Lot 5: Der Montecristo-Humidor von Humidif ging zusammen mit einem Kreide-Bild des kubanischen Künstlers Alexis Leyva Machado für € 80.000,- weg.


Lot 6: Der Höhepunkt war eine atemberaubende Nachbildung von El Laguito mit einer Vorrichtung, die per Fernsteuerung eine ganze Cohiba-Kiste aus dem Gebäude hebt. Insgesamt sind im Humidor 5000 Zigarren untergebracht. Sensationelle € 360.000,- brachte er ein.